...aus der Diskussion nach dem Vortrag

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Sind Antragsteller gezwungen, das Online-Verfahren zu benutzen?

Nein. Die Verwaltung kann und will den Antragstellern nicht vorgeben, auf welchem Wege Veranstaltungen zu beantragen sind. In der Tat gibt es jeden Monat einige wenige auf herkömmlichem Wege beantragte Veranstaltungen. Allerdings wird das Online-Verfahren wirklich gern genutzt. Das ist das Ergebnis einer Kundenzufriedenheitsumfrage, die der Fachbereich Sport und Eventmanagement unter seinen Kunden durchgeführt hat. Auch die Möglichkeit, einmal ausgefüllte Anmeldungen zu speichern und später erneut zu verwenden wird als echter Mehrwert gegenüber einem herkömmlichen Antrag gesehen.

Steht evenkoo! anderen Kommunen zur Verfügung?

Die Anwender im Fachbereich Sport und Eventmanagement würden sich freuen, ihre Erfahrungen mit anderen Verwaltungen zu teilen, da sie die Koordination von Veranstaltungen im öffentlichen Raum als eine zunehmend wichtige Verwaltungsaufgabe ansehen. Der FB sucht deshalb den Kontakt zu anderen Kommunen. So sollen Veranstaltungen im Rahmen des Städtetages zur Vorstellung des Verfahrens in der LHH genutzt werden. Darüber hinaus steht Herr Sonnenberg als stellvertretender Leiter des FB Sport und Eventmanagement der Landeshauptstadt Hannover unter Ralf.Sonnenberg@Hannover-Stadt.de oder 0511 168 42530 als Ansprechpartner zum Erfahrungsaustausch zur Verfügung.

evenkoo! wird vom BFPI entwickelt und vertrieben. Fragen zu Produktpräsentationen, Lizenzen und Wartungsverträgen werden dort gern beantwortet, bitte nutzen Sie das Kontaktformular für den ersten Schritt.

Können Anmeldungen von Demonstrationen mit evenkoo! koordiniert werden?

Ja. Mit evenkoo! lassen sich Veranstaltungen entlang von Routen aus mehreren Straßen und Plätzen definieren. Diese Art der Ortsdefinition wird z.B. für Marathonläufe oder Radrennen benutzt. Auf gleiche Weise lassen sich auch Demonstrationszüge beschreiben. Bei Demonstrationen kann es vorkommen, das zeitgleiche Gegendemonstrationen angemeldet werden. Mit der Konfliktprüfung auf Überschneidungen bezüglich Ort, Gebiet und/oder Zeit lassen sich Gefährdungspotentiale im Vorfeld erkennen und entsprechende Maßnahmen koordinieren.

Warum ist der Veranstaltungskalender nicht für die Öffentlichkeit nutzbar?

Auf dem Portal www.hannover.de gibt es einen eigenständigen Veranstaltungskalender, der nicht mit dem behördlichen Kalender des evenkoo! verbunden ist. Das Portal wird von einer Gesellschaft unter Beteiligung der Landeshauptstadt betrieben, der Betrieb des öffentlichen Veranstaltungskalenders ist ebenfalls privatwirtschaftlich vergeben. In dieser Konstellation ist es bisher nicht zu einer Zusammenarbeit gekommen.

Darüber hinaus gibt es im behördlichen Veranstaltungskalender Einträge, die nicht bzw. noch nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. So werden z.B. Veranstalter großer Konzerte frühzeitig Anträge stellen, die Öffentlichkeit aber erst sehr viel später informieren wollen. Der Veranstaltungskalender kennt zurzeit noch kein Veröffentlichungsdatum an den Veranstaltungen. In Hannover besteht wegen des o.g. Grundes allerdings auch keine Notwendigkeit, eine entsprechende Anforderung umzusetzen. Wegen der Notwendigkeit zur zeitweisen Geheimhaltung bestimmter Veranstaltungsanmeldungen bedürfte es vor allem eines sicheren Abstimmungs- und Freigabeprozesses entsprechender Veröffentlichungen, dessen technische Umsetzung im Workflowsystem möglich wäre.

Können mit evenkoo! öffentliche Säle, Versammlungsräume u.ä. verwaltet werden?

Ja, allerdings wird das in Hannover zurzeit nicht in Erwägung gezogen. Das Verzeichnis möglicher Veranstaltungsorte kann auch Säle, Museen, Theater u.ä. enthalten. Diese können dann neben Straßen und Plätzen auch als Veranstaltungsorte gewählt und so in die Veranstaltungskoordination einbezogen werden.

Was ist die technische Basis von evenkoo! und welche Entwicklung ist vorgesehen?

Das evenkoo! der Landeshauptstadt Hannover entstand vor einigen Jahren aus einem Projekt mit einem Fraunhofer Institut, dort benutzte Technologien wurden auch für evenkoo! verwendet. Seinerzeit fiel die Entscheidung, ActiveBPEL als Workflow-Engine zu benutzen, den Behördenclient als Java-Swing-Anwendung zu erstellen und bei Veranstaltungskalender und Antragsformular auf Webapplikationen in der J2EE-Umgebung unter Verwendung des Spring-Frameworks und serviceorientierte Kommunikation zwischen den Modulen zu setzen. Als DBMS wurde von der LHH der MS-SQL-Server vorgegeben.

Neue Module des evenkoo! werden inzwischen nicht mehr vom Fraunhofer Institut sondern vom BFPI entwickelt. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit entstand das Archivsystem, der Formularserver für den Online-Antrag wurde mit dem Ziel einer besseren Wartbarkeit modernisiert. Beide Module sind heute in Ruby on Rails umgesetzt und laufen mit dem JRuby-Interpreter in der vorhandenen J2EE-Umgebung.

Im nächsten Entwicklungsschritt wird auch der Behördenclient zur Webapplikation in Ruby on Rails, um so mit geringerem administrativen Aufwand weitere Fachbereiche und von der Stadtverwaltung unabhängige Organisationen einbinden zu können. An der unter Sicherheitsaspekten bewährten serviceorientierten Kommunikation zwischen den Modulen soll dabei festgehalten werden.

Weiterhin könnte in der Zukunft auch die Workflow-Engine im zentralen Formularserver von evenkoo! durch eine modernere ersetzt werden.

Wird evenkoo! in Hannover bei der Umsetzung des einheitlichen Ansprechpartners nach EU-DLR genutzt?

Nein. Allerdings wurde der FB bei der Suche nach einer Lösung konsultiert. Ganz allgemein können workflowgestützte Informationssysteme wie evenkoo! entsprechende Aufgabenstellungen unterstützen. Für die Veranstaltungskoordination ist der FB zentraler Ansprechpartner und koordiniert mit Hilfe von evenkoo! auch die Arbeit weiterer zuständiger Fachbereiche. Dabei ist der Stand jederzeit transparent, entsprechende Auskünfte können von den beteiligten Bearbeitern auf einer belastbaren Grundlage erteilt werden. Ein entsprechendes Verfahren könnte auch dem einheitlichen Ansprechpartner nach EU-DLR helfen, allerdings ist die Anzahl entsprechender Anfragen in Hannover so gering, dass bisher auf eine Softwareunterstützung verzichtet werden konnte.